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17.06.2019 Betreiber prüfen individuelle Alternativen

Der Anlagenhersteller Senvion hat im April die sogenannte „Selbstverwaltete Insolvenz“ angemeldet. Seitdem versucht das Management Maßnahmen zu entwickeln, mit denen das Unternehmen saniert werden kann. Was das für Branche und speziell Betreiber bedeutet, fragten wir den Vorstand der Deutschen Windtechnik, Matthias Brandt:

Wie ist die Stimmung im Servicemarkt angesichts der Senvion-Insolvenz?

Sehr vielschichtig. Sie reicht von großen Fragestellungen und Effekten, zum Beispiel bei Bau, Inbetriebnahme, Gewährleistungsfragen, beidseitigen Kündigungsrechten bis hin zu Serviceverträgen, die weitgehend normal weiter laufen. Die Schieflage eines Unternehmens ist grundsätzlich nie eine gute Nachricht. Die Branche wird jedoch potentielle Ausfälle im Service mit einer entsprechend schnellen Reaktion technologisch auffangen, da sind wir uns sicher.

Können sich Betreiber in Punkto Service absichern? Gibt es technische Restriktionen?

Der Kunde muss nun sehr genau hinschauen, welches Vertragsverhältnis er besitzt und wie die vertraglich vereinbarten Leistungen bedient werden. Denn es sind viele Gedankenspiele möglich, wie Senvion fortgeführt, zerschlagen oder in irgendeiner Form abgewickelt werden könnte. Es ist stark spürbar, dass alle Kunden ihre individuellen Alternativen prüfen. Für neueste Anlagentechnologien wird sich zeigen, ob und welche technischen Hürden es gibt und wie schnell potenzielle technische Hürden überwunden werden können. Das Know-how wird im Markt erarbeitet oder bei Zeiten zugänglich sein. Klar ist, dass wir hier nur von einigen neuesten Entwicklungen sprechen. Der größte Anteil der bereits installierten Anlagentypen kann von uns bereits gemanagt werden.

Wie ist die Deutsche Windtechnik für den Senvion-Maschinenservice aufgestellt?

Wir sind ja schon sehr lange als unabhängiger Instandhalter für Senvion bekannt. Wir bieten dort für alle Maschinen bis einschließlich der 3.XM-Baureihe vollumfänglichen Service an, inklusive aller erforderlichen Arbeiten wie z.B. Großkomponentenwechsel, Uptower-Repairs, Retrofi ts etc. Momentan haben wir über 300 Windenergieanlagen der Senvion-Anlagentechnik unter Vertrag. Eine Maßnahme ist es nun, die bereits gut aufgestellte Senvion-Engineering-Abteilung weiter auszubauen.

Mehr Informationen zu diesem Thema erhalten Sie hier: www.erneuerbareenergien.de/vorrat-an-grosskomponenten-deutlich-aufstocken

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