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23.09.2019 Partner, die sich neu erfinden

Aktuelle Entwicklungen beeinflussen den wirtschaftlichen Betrieb von älteren wie jüngeren Windenergieanlagen (WEA). Sinkende Vergütungen oder behördliche Auflagen wie die Nachrüstung der bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung (BNK) belasten die bestehenden Windparks, während die Anforderungen aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2017 die Betreiber von neueren Anlagen vor einige Aufgaben stellen. Damit stehen auch bewährte betriebswirtschaftliche und technische Betriebskonzepte auf dem Prüfstand.

Höhere Effizienz durch verschlankten Gesamtbetrieb

Der Anlagenbetrieb wird neben der kaufmännischen Leitung maßgeblich von der technischen Betriebsführung und dem Service gesteuert, welche folglich einen großen Kostenblock darstellen. Die Deutsche Windtechnik wird von Kunden zunehmend mit der Frage konfrontiert: Wie können Ressourcen innerhalb der Prozesskette meines Windparks noch sinnvoller genutzt werden? Antworten hat Lars Schwitters, Bereichsleiter Kundenmanagement & Technische Betriebsführung bei der Deutschen Windtechnik X-Service: „Bei einer ersten Analyse fällt schnell auf, dass viele Windparks parallele Strukturen fahren, eine magere Datenauswertung besitzen und konzeptionell noch nicht auf die erwähnten Entwicklungen ausgelegt sind. Entscheidend ist insbesondere die Schnittstelle zwischen technischer Betriebsführung und Service. Hier muss ein ununterbrochener und transparenter Informationsaustausch erfolgen. Nicht nur zwischen diesen beiden Organen, sondern auch gleichermaßen zum Betreiber.“ In einigen Windparks unter Vollwartung wird diese Schnittstelle bereits erfolgreich optimiert. Bestandskunden aus der Instandhaltung mit insgesamt 70 Anlagen haben sich dazu entschieden, Teile der technischen Betriebsführung kostensparend in die Hände der Deutschen Windtechnik zu legen. Auch werden bereits Projekte betreut, die die Anforderungen aus dem EEG 2017 erfüllen müssen. Wichtige Erfahrungen, die wegbereitend in zukünftige Servicekonzepte einfließen.

Betriebsführungsprozesse individuell gestalten

Die Vorteile einer neuen Kooperationsausrichtung zwischen technischer Betriebsführung und Service hängen von den jeweiligen Anforderungen und Mitwirkenden ab. Um maximale Effizienz für den Betreiber zu erreichen, sollten grundsätzlich Prozesse und die Aufgabenteilung betrachtet werden. Auf dem Prüfstand stehen Datenfernüberwachung, Reporting, Direktstromvermarktung, Einspeisemanagement, Inspektionen, Verfügbarkeitsanalysen, TR 10-Anforderungen, Datenmanagement und -sicherheit, Auswertung und vieles mehr. Der Anspruch, welche Aufgaben der Betreiber und/oder Betriebsführer dabei übernehmen möchte, ist sehr unterschiedlich. Die aufkommende Frage nach der Unabhängigkeit der Organe innerhalb des Unternehmens ist ebenfalls zu berücksichtigen, kann aber durch wiederkehrende Kontrollprozesse garantiert werden. Potenziell kontroverse Sichtweisen zwischen Betreiber, Betriebsführung, Service und Kundenmanagement sind hierbei sogar förderlich – immer im Sinne der bestmöglichen Lösungsfindung für den Betreiber.

Fokus liegt weiter auf unabhängigem Service

Bei allen positiven Erfahrungen betont Matthias Brandt, Vorstand der Deutschen Windtechnik AG, den Fokus des Unternehmens: „Wir sind als unabhängiger Instandhalter gewachsen. Das ist unser Kerngeschäft. Kommt ein Bestandskunde oder Betriebsführer auf uns zu, werten wir gemeinsam die Möglichkeiten aus. Bietet es für alle Parteien Vorteile, sind wir bereit über den Service hinaus entsprechende Aufgaben zu übernehmen.“

 

 

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