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18.03.2019 Der Servicemarkt braucht den Wettbewerb - steigende Kreativität bei geringeren Kosten

Planet energy GmbH, eine 100%ige Tochter der Greenpeace Energy eG, entwickelt, baut und betreibt saubere Kraftwerke besonders im Bereich Windenergie. Wir fragten Tobias Reinecke, Technischer Betriebsführer bei Planet energy, worauf es beim Service ankommt.

Herr Reinecke, wie sieht die Service strategie von Planet energy aus?

Mit dem Bau eines neuen Windparks schließen wir zunächst einen Servicevertrag mit dem Anlagenhersteller über den zweijährigen Gewährleistungszeitraum ab. Es folgen meist Basic-Wartungsverträge mit Laufzeiten von drei bis fünf Jahren, wobei wir für alle Anbieter am Markt o en sind. Während des Betriebs beobachten wir mögliche Schadenshäufungen, tatsächliche Verfügbarkeiten, die Performance und den Servicemarkt sehr genau. Das kann dazu führen, dass der Windpark bis zum Ende seiner Laufzeit im BasicWartungsvertrag bleibt. Oder es kann sich als sinnvoll erweisen in einen Vollwartungsvertrag zu wechseln, weil sich z.B. Schäden häufen und die Preise für Vollwartungsverträge gerade sinken.

Wie arbeiten Sie mit ISPs zusammen?

In den allermeisten Themenfeldern unter scheiden wir gar nicht zwischen Herstellen und ISPs, wir nehmen sie als gleichwertige Anbieter am Markt war. Gerade wenn es in Windparks zu teuren Schäden an Großkomponenten kommt, entscheiden wir uns für den Anbieter, der das beste Angebot abgibt.

Die neue Servicestudie hat gezeigt, dass Wettbewerb durch ISPs zu Preissenkungen und Performancesteigerung führt. Wie sind Ihre Erfahrungen dazu?

Sicherlich hat der Wettbewerb zu Preissenkungen geführt, allerdings hat sich der Markt gerade in den letzten Jahren eher konsoli diert. Die Preissenkungen der letzten Jahre führen wir eher auf die Änderungen im EEG zurück, die alle Beteiligten in der Windbranche dazu zwingt, kostengünstiger zu arbeiten. Aus unserer Perspektive ist eine Vielzahl von Anbietern am Markt wünschenswert, nicht nur wegen dem E ekt auf die Servicepreise, sondern eben auch, weil unabhängige Anbieter häufig auch neue und kreative Lösungen fi nden. So konnten wir z.B. mit Hilfe eines ISP ein neuartiges EissensorikSystem nachrüsten, welches vom Anlagenhersteller nicht unterstützt wird. In zwei anderen Windparks erspart uns ein vom ISP eingebautes Blattlagermonitoring die vom Hersteller vor gegebene vierteljährliche Inspektion.

 

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