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12.03.2019 Service auf Wachstumskurs

Auch wenn man beim Umgang mit Studien oder Prognosen eine gewisse Vorsicht und Sorgfalt walten lassen sollte, sind sie den noch wichtiger Inspirationsgeber und Indikator. Die aktuell vom Marktforschungsunternehmen wind:research publizierte Studie „THE WORLDWIDE WIND ONSHORE MAINTENANCE MARKET“* hat es geschafft, die strategische Vielfalt nationaler Servicemärkte mit Fokus auf die weltweite Instandhaltung herauszuarbeiten. Die Kernfragen lauten dabei: Welche Trends und Teilnehmer werden in den einzelnen Ländern erwartet? Wer wird in Zukunft welche Marktanteile bekommen?

Erhebliche Nationale Unterschiede

Im Vergleich zu anderen Kontinenten hat die europäische Windbranche an Wachstum eingebüßt. Relativ weit ausgebaute europäische Märkte, wie z.B. in Deutschland, weisen meist ein schwächeres proportionales Wachstum sowie vorübergehend stagnierende Merkmale auf. Andere Märkte, wie z.B. in Spanien und Schweden, haben diese Phase bereits hinter sich und ziehen wieder an. Nicht überraschend zeigt sich Asien mit starkem Wachstumspotenzial, nicht zuletzt abzuleiten aus dem steigenden Energiehunger in den Regionen und zunehmenden Um weltfragestellungen. Interessant ist der Blick insbesondere auf einzelne Länder, die hohe Wachstumswerte als auch starke Ausbauziele und szenarien aufweisen. Dazu zählen z.B. Chile oder auch Vietnam. Insgesamt schwingt bei den meisten Märkten eine gewisse politische Unsicherheit mit, darunter Russland, aber auch die USA.

Abteilung auf den Servicemarkt

Hinsichtlich ihres vorhandenen Instandhaltungspotenzials sind sich die Märkte wiederum ähnlicher als bei den Ausbaugrundlagen. Trotzdem wurden die marktspezifischen Gegebenheiten bei der Gesamtrechnung der Studie berücksichtigt.  Dazu gehören nationale Parameter wie Parkgrößen, Anlagentechnologien, Preisniveau, Wettbewerb u.v.m. Hierbei ist zu erkennen, dass sich insbesondere in Europa die von den Herstellern unabhängig agierenden Serviceanbieter Independent Service Provider, ISP zu einer festen Größe im Servicemarkt etabliert haben. Zusätzlich formulieren auch in Europa immer mehr Betreiber, häufig Utilities, den technischen Anspruch, Teile des Service selber machen zuwollen. Dieser Trend ist nicht wirklich neu, ist er doch in Märkten wie den USA schon lange zu beobachten.

Durch Kooperation zu besserer Performance

In vielen Ländern ist zu berücksichtigen, dass sich der Vertragshalter nicht unbedingt mit dem deckt, der die Arbeit auch wirklich ausführt. In der Vergangenheit waren es oftmals Hersteller Original equipment manufacturer, OEM, die ihren Service mit vielfältigen Subunternehmern abgewickelt haben, dazu zählten z.B. Gewerke wie Standardwartung, Rotorblätter oder Kampagnen. Inzwischen sind aber auch einige große Betreiber an vielschichtigen Kooperationen interessiert, um ihre gewachsenen Ansprüche an die „Selfperformance“ zu bedienen. Die Vorteile von Kooperationen werden in der Windenergie insbesondere aufgrund der hohen Anlagenvielfalt, zahlreicher di erenter Technikdisziplinen in der Anlage und der Dezentralität ersichtlich. „Die Ergebnisse der Studie sind hochgradig spannend, da sie die gute Position und die diversen Möglichkeiten zur Beimischung von ISPs in die Servicemärkte aufzeigen. Gerade in sich verändernden Märkten steckt eine hohe Kraft für innovative Optimierung“, ergänzt Matthias Brandt, Vorstand der Deutschen Windtechnik.

*Quelle: The Worldwide Wind Onshore Maintenance Market. Market, competition and perspectives for wind onshore turbines maintenance worldwide, wind:research, February.

 

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