Nachhaltigkeit @ Deutsche Windtechnik

Nicht bloß eine Floskel

Wenn wir von Nachhaltigkeit sprechen, ist dies nicht nur ein Werbeslogan. Wir arbeiten mit Überzeugung im Bereich der Erneuerbaren Energien und sind immer bereit, an uns selbst und an unseren Leitlinien zu feilen, um aktiv die Energiewende zu unterstützen.

Nachhaltigkeit wird oft als Schlagwort und Überschrift verwendet. Sie ist in Ihrer Tragweite allerdings kaum zu fassen. Dennoch wollen wir so handeln, dass wir langfristig positive Effekte für unsere Umwelt erzielen. Wir sind nicht nur qua Profession durch die Windenergie im klimaschonenden Energiesektor tätig. Wir schauen auch über den Tellerrand. Wir stellen uns essentielle Fragen: Wie lässt sich Nachhaltigkeit in den Geschäftsablauf integrieren? Wie passen wirtschaftliche Interessen und Verantwortung für die Umwelt zusammen? Und wie kann man Mitarbeiter, Partner und unser weiteres Umfeld für dieses wichtige Thema sensibilisieren?

Projekte und Partnerschaften, die den Unterschied machen

Wir glauben, dass sich ambitionierte Ziele auch auf kleiner Ebene verwirklichen lassen. Hierzu gehört der Wille, jenseits ökonomischer Kennziffern zu operieren. Dabei wollen wir uns mit Gleichgesinnten zusammenschließen und unsere Erfahrungen und unser Wissen an kommende Generationen weitergeben. Im Folgenden stellen wir einzelne Projekte dar, die zeigen, dass wir diesen Weg weiter gehen wollen.

Buchprojekt „55 Gründe für Nachhaltigkeit“

„Nachhaltigkeit“ ist nicht nur ein oft und gern verwendeter Begriff, sondern er wird auch in seiner Abstraktheit nicht selten missbraucht. In dem von der Deutschen Windtechnik unterstützen Buchprojekt „55 Gründe für mehr Nachhaltigkeit“ wollten es Studierende der Wirtschaftspsychologie der Universität Bremen genau wissen: In einer Sammlung von illustrierten Geschichten, Texten und Dialogen haben sie Facetten der Nachhaltigkeit in puncto Ressourcen, Gesundheit, Komplexität, Trade-offs und vielen weiteren Aspekten konkret und persönlich aufgezeigt. Informativ, unerwartet anregend und lesenswert!

Die „Partnerschaft Umwelt Unternehmen Bremen“ (PUU) besteht aus 164 bremischen Unternehmen, darunter seit 2014 die Deutsche Windtechnik AG. Die Mitglieder vereint, dass sie den Gedanken der Nachhaltigkeit aktiv leben und in den Geschäftsablauf integrieren. Hierbei besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen den Bremer Unternehmen untereinander und der öffentlichen Verwaltung.

Eine Reihe von freiwilligen Aktivitäten, angefangen von der Einführung eines Umweltmanagementsystems bis hin zum Engagement zur Entwicklung von Umwelttechniken berechtigt die Unternehmen zur Teilnahme an der PUU. Gemein haben alle Teilnehmer, dass sie sich für ein freiwilliges, über das Ordnungsrecht hinausgehendes, umweltgerechtes Verhalten und für freiwillige umweltgerechte Investitionen einsetzen. Die Partnerschaft lebt dabei vor allem vom Austausch zwischen den Unternehmen.

2014 wurde die Deutsche Windtechnik AG mit dem Signet Klimaschutzbetrieb CO2-20 ausgezeichnet. Begründet wurde die Ehrung mit der Errichtung unseres regenerativen Kombikraftwerks auf dem Bremer Unternehmensgelände, mit dessen Betrieb wir unsere CO2-Emissionen in den letzten fünf Jahren um mehr als 20 Prozent senken konnten.

www.umwelt-unternehmen.bremen.de

Wir haben früh damit angefangen, uns über weitergehende Aspekte der Energiewende Gedanken zu machen: Wie kombiniert man einzelne volatile Energieträger und Speicher? Und wie kann man sich mit eben diesen komplett selbst versorgen?

Herausgekommen ist ein hoch spannendes Projekt auf dem Gelände der Deutsche Windtechnik AG in Bremen.

Die Grundidee basiert darauf, volatile Energieerzeuger wie Photovoltaik- und Windenergieanlagen durch kluge Kombination mit Blockheizkraftwerken, Speichermodulen und Elektromobilität auszugleichen.

Kleine Antworten für die große Aufgabe Energiewende

Die Komponenten des RKWB werden mittels moderner Informations- und Kommunikationstechnik in einem so genannten „Virtuellen Kraftwerk“ zusammengeschlossen und zentral gesteuert. Ein neu entwickeltes Last- und Fahrplanmanagement ermöglicht die optimale Fahrweise der Anlagen. Folgende Komponenten auf dem Gelände der Deutschen Windtechnik gehören zum RKWB Bremen:

  • Photovoltaik-Anlage: 58 kWp*
  • Blockheizkraftwerk: 50kWel**
  • Speicherbatterie: 110 kW Lithium-Ionen-Batterie
  • Windenergieanlage Vestas V90 mit 2 MW

*= Kilowattpeak, **= Kilowatt elektrisch

Die vom Regenerativkraftwerk optimierten Fahrpläne berücksichtigen dabei nicht nur den Bedarf vor Ort, sondern auch die Vermarktung des Stromes und die Bereithaltung von Netzdienstleistungen.

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Forschungsfragen und Systemdienstleistungen

Durch die unterschiedliche Dimensionierung der Erzeugerkomponenten treten für die Selbstversorgung besondere Herausforderungen zu Tage. Insbesondere bei der Speichertechnik ist noch keine wirtschaftliche Lösung am Markt erhältlich. Dies spornt uns an, nach neuen Wegen zu suchen, wie man die Erneuerbaren noch stärker einbinden kann; ganz im Sinne der Energiewende, sei es zentral oder dezentral.

Das virtuelle Kraftwerk soll aber nicht nur die 100 Prozent Selbstversorgung am Standort regeln, sondern auch langfristig Systemdienstleistungen zur Verfügung stellen, um zur Netzstabilität beizutragen. Dazu gehören:

  • Regel- und Reserveleistung (Frequenzhaltung)
  • Blindleistungsbereitstellung (Spannungshaltung)
  • Wirkleistungsmanagement (Redispatch)

Bei der Bereitstellung von Systemdienstleistungen stößt das Projekt vor allem auf rechtliche und regulatorische Hindernisse. Trotz der Schwierigkeiten und Herausforderungen erachten wir das Projekt als wichtig, weil es im Kleinen viele Fragestellungen aufwirft, die auf nationaler Ebene bei dem Unterfangen Energiewende noch zu lösen sind. Typisch Forschung eben.

Das Projekt wurde mit unserem Partner energy & meteo systems GmbH durchgeführt und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Die Universitäten und Hochschulen sind für uns ein unschätzbarer Hort von Wissen und natürlich auch zur Rekrutierung von Nachwuchs. Wir engagieren uns aktiv, regen Forschungsprojekte an und begleiten sie praxisnah. Aktuell besteht enge Zusammenarbeit mit folgenden Einrichtungen:

  • Universität Bremen
  • Hochschule Bremen
  • Fachhochschule Flensburg
  • Universität Oldenburg
  • IWES, Fraunhofer-Institut für Windenergie

Durchgehend beschäftigen wir Studierende in unserem Unternehmen, die sich, meist in Form von Praktika und Abschlussarbeiten, tiefergehend mit Themen und Prozessen im Rahmen der On- und Offshore-Windenergie befassen. Teilweise bringen aber auch eigene Projekte Fragestellungen zu Tage, die in Forschungsarbeiten intensiv behandelt werden.

Da die Lehre für uns neben der Forschung ein elementarer Bestandteil der Hochschule ist, sind wir auch hier aktiv. Die Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit unterstützt deutschsprachige Hochschulen dabei, innovative Lehrkonzepte und videobasierte Veranstaltungen bereit zu stellen. Für die Vorlesung „Technik, Energie und Nachhaltigkeit“ zum Thema Windenergie haben wir einige Module übernommen. Das Projekt ist online verfügbar unter www.va-bne.de

Neben unserem Engagement an Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, erachten wir einen weiteren Ansatz als sehr wichtig: Wir versuchen schon Kinder und Jugendliche mit besonderen Aktionen in einem frühen Stadium für Erneuerbare Energien und der Windenergie zu faszinieren. Hierzu nehmen wir regelmäßig an Veranstaltungen wie dem Zukunftstag teil.

Am Zukunftstag 2015 besuchten allein 20 Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 15 Jahren die Deutsche Windtechnik. Unser Mitarbeiter führten sie spielerisch an das Thema Windenergie heran. Unter anderem konnten die Kids zusammen mit unseren Mitarbeitern eine einfache Steuerung für eine Lego-Windenergieanlage programmieren, sich an einem Schulungsturm abseilen und eine Anlage von innen besichtigen.