Auch zu Corona-Zeiten: Wir sind weiter für Sie da!

Unsere Geschäftsbereiche im Fokus

Gucken Sie mal durchs Schlüsselloch

06.03.2020 Wachstum im Servicemarkt – Freud oder Leid?

Der Servicemarkt für Windenergieanlagen ist nach wie vor kräftig in Bewegung. Speziell mit dem Verschwinden einiger Turbinenhersteller und dem anhaltenden Appetit größerer Unternehmen, kleinere und mittlere Akteure einzuverleiben, setzt sich der Trend zur Konsolidierung weiter fort. Was passiert da genau und was sind die Effekte für den Markt und speziell die Betreiber?

Wachstum ist per se eine naturgegebene Erscheinung – zahlreiche Individuen und Organisationen streben danach. Für die Qualität des Wachstums entscheidend sind dabei Parameter wie Geschwindigkeit, Gesundheit, Markt, Klima, Ort, Zeit, Resilienz und viele weitere Faktoren. Laut Wirtschaftstheorie kann sich erst dann eine gesunde Marktstruktur bilden, wenn sich ein ordentlicher Wettbewerb mit einer ausreichenden Anbieterzahl und einer gewissen Diversität einstellt. Betreiber von Windenergieanlagen können demzufolge von einem dynamischen und vielfältigen Gefüge an Serviceanbietern sehr profitieren. Lange Zeit waren allerdings fast nur die Anlagenhersteller selbst im Stande, ihre Produkte instandzuhalten. Entsprechend zeigte der Servicemarkt in seinen ersten Jahren nahezu monopolistische Strukturen. Genau diese Entwicklung erklärt ganz simpel, warum es mit inzwischen stark wachsender Tendenz einen Trend zum unabhängigen Service und „Self-Performing“ gibt: Der Markt, und damit konkret die Betreiber der Anlagen, brauchen dringend Wettbewerb und Alternativen. Nur unter solchen Bedingungen entstehen nennenswerte Fortschritte, Verbesserungen, Preissenkungen und vielfältigere Lösungen.

Warum wächst die Deutsche Windtechnik so beständig?  

Die Deutsche Windtechnik ist seit ihrer Gründung im Jahr 2004 genau in diese Lücke gegangen und konnte dort wachsen – erst in Deutschland, seit 2012 auch auf europäischer und globaler Ebene. Häufig gemeinsam mit ihren Kunden. Wenn diese bei ihrem eigenen Wachstum in neue Länder expandierten, mit neuen Technologien neue Märkte erschlossen, war die Deutsche Windtechnik gerne vertrauter Partner. Dementsprechend wurden sehr viele neue Mitarbeiter integriert, neue Ländereinheiten gegründet, Standorte eröffnet und Serviceunternehmen akquiriert.

Zuletzt wurde im Januar 2020 der Serviceanbieter GFW erworben – ein gutes Beispiel für exogenes Hinzuwachsen, da GFW seine Identität und Qualität beibehalten hat. Beide Unternehmen hatten bereits in vielen Projekten mit verschiedensten Anforderungen zusammengearbeitet und trieben gemeinsam die Transaktion voran, um weitere Kapazitäten erschließen zu können.  

Auch viele neue kleinere und wertvolle Start-ups mit einer Fokussierung auf bestimmte Fachbereiche tragen immer wieder dazu bei, den gewünschten Wettbewerb im Servicemarkt voranzubringen. Sie und die Deutsche Windtechnik bilden ein wichtiges Gegengewicht in einem nach wie vor sehr Hersteller dominierten Markt.

Künstliche Schlösser verhindern Wettbewerb

Damit diese Wettbewerbsdynamik noch besser funktioniert, muss stark darauf geachtet werden, dass der Servicemarkt seitens der Hersteller nicht durch künstliche Barrieren rund um den Zugang zu Steuerung und Daten geschlossen wird. Denn genau dieses Vorgehen verhindert den freien Wettbewerb und sorgt für unnötige Kosten. Das Bewusstsein für diese negativen Folgen von abgeschlossenen Systemen nimmt zu. Andere Industriebranchen sind hier viel weiter fortgeschritten – zugunsten der Betreiber.

Zurück