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Gucken Sie mal durchs Schlüsselloch

06.06.2019 Think Big!

Die Deutsche Windtechnik hat die EU-Ausschreibung für den Turbinen-Service von 30 Windenergieanlagen des Typs Siemens SWT-3.6-120 im Offshore-Windpark (OWP) Riffgat erhalten. Damit hat erstmals ein unabhängiges Unternehmen die Instandhaltung eines großen Siemens-OWP übernommen. Möglich wurde dies u.a. durch kostensensitives „Clustermanagement“ und langfristig angesetzte Projektplanung. Der Schritt kann als Referenz für zukünftige Offshore-Projekte dienen.

Jede Fachdisziplin ist gefordert, um weiter am Kostenrad der Offshore-Windenergie zu drehen, so auch die Instandhaltung. Der Zuschlag für OWP Riffgat ist ein Meilenstein für die Deutsche Windtechnik kam jedoch nicht überraschend. Ursprünglich onshore aktiv, hat das Unternehmen seit über einem Jahrzehnt auch sein Offshore-Leistungsportfolio Schritt für Schritt zum Full-Service ausgebaut. „Im Auftrag von der EWE Offshore-Service und Solutions GmbH - der EWE OSS - übernehmen wir die Maschinenwartung, das Troubleshooting, die Fernentstörung, managen Ersatzteile und vieles mehr. Wir sehen uns aber in allen Disziplinen in der Pflicht, vom Controller bis zum Großkomponententausch“, sagt Jens Landwehr, Geschäftsführer der Deutschen Windtechnik Offshore und Consulting. „Da wir in einer zunehmenden Anzahl von OWPs in den europäischen Meeren unterwegs sind, gelingt es uns immer stärker, Synergien in Logistik, Infrastruktur, Planung und Abwicklung der Einsätze zu nutzen. Dieses sogenannte Clustering trägt deutlich zu reduzierten Kostenstrukturen bei.“

Einzeldisziplinen als großes Ganzes sehen

Im konkreten Fall werden Einsätze des „Borkum-Clusters“, bestehend aus mehreren OWP in der Nordsee, überwiegend von Borkum/Emden aus gefahren. „Durch das Clustering von InstandhaltungsMaßnahmen können Experten ihre Arbeiten zeitlich und thematisch fokussiert erbringen“, beschreibt Irina Lucke, Geschäftsführerin der EWE OSS, die Ziele des Servicekonzepts im Borkum-Cluster. „Die dadurch mögliche Vernetzung von Erfahrung und Kompetenzen generiert für Kunden den größten Mehrwert, da Kosten reduziert werden können.“

Logistik und Einsatzplanung optimieren

Die Vorteile innerhalb des Clusterings zeigten sich z.B. beim Einsatz von Crew Transfer Vessels und Service Operation Vessels. „Aber auch beim Einsatz von Experten können wir mit diesem Ansatz punkten, da ihre Leistungen für das gesamte Cluster geplant werden können und sie nicht jedes Mal windparkspezifisch anreisen müssen. Darüber hinaus erleben wir, dass das Wetter trotz der großen Nähe der Offshore-Windparks zueinander bisweilen doch sehr unterschiedlich ist, so dass sich durch das Clustering auch die Arbeitstage offshore optimieren lassen“, führt Irina Lucke aus.

Alle Akteure profitieren von mehr Wettbewerb

Die EWE OSS und Deutsche Windtechnik arbeiten seit zwei Jahren im OWP alpha ventus, der ebenfalls zum Borkum-Cluster gehört, eng zusammen. Beide Unternehmen sind überzeugt, dass das Clustering-Konzept durch den neuen Vertrag für OWP Riffgat weiteren Antrieb bekommt: „Uns verbindet nicht nur der gemeinsame Dienstleistungsgedanke und die Synergie der Kompetenzen miteinander, auch der freundschaftliche, professionelle Umgang überzeugt“, hebt Irina Lucke hervor. Jens Landwehr ergänzt: „Das Projekt zeigt deutlich, dass die Offshore-Branche sich weiter professionalisiert und eine Wettbewerbssituation bekommt, die in anderen Industrien schon länger vorhanden ist. Von dieser Weiterentwicklung profitieren alle Akteure!“

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