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19.06.2018 Wer die Wahl hat, hat die Qual? Vertragskonzepte für Wartung und Versicherung im Trendometer

Der Druck ist anhaltend hoch: Die gesamte Windbranche kämpft, um den Betrieb von Windparks rentabel zu halten. Viel ist in Bewegung gekommen. Große Innovationen sind nach wie vor seltener. Es lohnt sich aber, einzelne Stellschrauben zu identifizieren, die in der Summe den Unterschied machen können. Eine größere Stellschraube stellt das passende Wartungskonzept dar. Insbesondere, wenn es Hand in Hand mit dem geeigneten Versicherungskonzept geht.

Vielfalt, die Entscheidungsfreiheit schaffen soll: Betreiber von Windenergieanlagen müssen sich bei der Suche nach dem richtigen Servicekonzept für ihre Windportfolios mit einem schier unendlichen Spektrum möglicher Wartungsverträge auseinandersetzen: Die Bandbreite reicht vom einfachen Basisvertrag über Vollwartungsverträge mit oder ohne Großkomponenten bis hin zu Vollwartungsverträgen, die neben Schäden an Großkomponenten auch von außen bedingte Elementarschäden sowie Fundamente abdecken, auch bekannt als Rund-um-Sorglos-Paket. Und mehr noch: „Jeder Wartungsvertrag ist individuell verhandelt“, erzählt Boy Kliemann, Senior Manager Sales bei der Deutschen Windtechnik Service. Bestimmte Rahmenbedingungen, finanzielle Hintergründe, Bedürfnisse und Wünsche des Betreibers an das Instandhaltungskonzept bringen wir im persönlichen Gespräch auf den Punkt. Danach werden wir dann kreativ und gehen ins Finetuning.“

Vollwartung weiterhin im Trend?
„Wir beobachten in den letzten Monaten, dass der Trend in Richtung umfassender Risikoabsicherung im Zuge des zunehmenden Ausschreibungsdrucks in Deutschland eher rückläufig ist“, berichtet Matthias Brandt, Vorstand Deutsche Windtechnik. Dies spiegelt sich bei der Deutschen Windtechnik zum Beispiel in einem Anstieg an Abschlüssen der Vertragsvariante „Vollwartung ohne Großkomponenten“ wieder, die dem Betreiber im Vergleich zum Rund-um-Sorglos-Paket die gewünschten verringerten Wartungskosten, mehr Gestaltungsspielraum aber durch das Ausklammern der Großkomponenten auch mehr Risiko überlässt. In diesem Fall könnte das Vertrags-Finetuning zum Beispiel ergeben, dass spezielle Konditionen für den Fall der Fälle, dass eine Großkomponente gewechselt werden muss, zusätzlich verhandelt und/oder typenspezifische Großkomponenten im Lager permanent vorgehalten werden.

Upgrade auf Vollwartung
Aber auch Betreiber mit Basisvertrag entscheiden sich zunehmend für einen Wechsel: „Durch ein Upgrade von Basis- auf Vollwartung ohne Großkomponenten ergeben sich interessante Vorteile: Alle Schäden außer Schäden an Großkomponenten sind bereits inkludiert. Schnelle Reaktionen und Anfahrten – auch samstags und sonntags – garantieren höhere Energieerträge. Insgesamt werden die Kosten besser planbar, da über die Servicepauschale viele Kosten abgedeckt sind“, beschreibt Boy Kliemann. Auch für ältere Anlagen, die bis Ende 2020 nur wenig Restlaufzeit vor sich haben, ist die Vertragsvariante empfehlenswert.

Versicherung und Service als Gesamtkonzept angehen
Jede Vertragsvariante bringt spezifische Vorteile – aber es macht immer Sinn, zum Schutz des Betreibers das Wartungs- mit dem Versicherungskonzept abzustimmen. „Zusammen mit unserem Versicherungspartner, der Nordwest Assekuranz, haben wir attraktive Zusatzversicherungen entwickelt, sogenannte Subsidiärversicherungen“, führt Matthias Brandt aus. „Letztendlich ist es auch ein Rechenexempel, wie viel des Risikos am besten von dem Wartungsvertrag und wie viel von dem Versicherungskonzept abgedeckt wird. Am Ende des Tages möchte der Betreiber, dass der Schaden übernommen wird.“

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