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14.03.2018 Das große Ganze im Blick - Software-Landschaften zwischen Vision, Wunsch und Realität

Software-Lösungen vereinfachen unsere Arbeit, ermöglichen schnelle Kommunikation, strotzen vor Intelligenz, sparen Ressourcen, schaffen Transparenz, sind schlicht unverzichtbar. Doch die Medaille hat, wie so oft, auch eine Schattenseite:Die Softwarelandschaft scheint mit zunehmender Unternehmensgröße unüberschaubar zu werden.

Im Tagesgeschäft der Servicebranche unterstützen Softwares bei Überwachung, Reporting, Analyse und vielem mehr. Was bei kleineren Unternehmen teils noch unkonventionell gelöst werden kann, stellt sich bei größeren nicht selten als reales Problem dar. Vermehrte und unterschiedliche Aufgaben sowie zunehmende Expertise benötigen viele Softwarelösungen, die häufig nicht vernetzt sind. Wichtige Informationen gehen verloren oder müssen von Mitarbeitern selbst erarbeitet werden, was wertvolle Arbeitszeit beansprucht und das Fehlerrisiko erhöht.

Die "Eierlegende Wollmilchsau"?

Theoretisch naheliegend ist eine All-in-One-Lösung: die Software, die alles kann. In der Praxis sind bis dato einzelne Module viel agiler und schneller. Zu unterschiedlich sind die Anforderungen, die die einzelnen Fachbereiche an die IT stellen. Und zu oft müssen neue Anwendungen in das bestehende System integriert werden.

Langfristig ESB-Technik nutzen
Und dennoch muss ein jedes Unternehmen vor dem Hintergrund der Konkurrenzfähigkeit
auf die Entwicklung reagieren. Für Klaas Feldmann, Head of IT bei der Deutschen Windtechnik, kommt mittelfristig nur eine
Bewältigung auf Micro-Ebene in Frage – also die fortlaufende Nutzung der kleinteiligen Softwarelandschaft. „Es gilt die Schnittstellen zwischen den einzelnen Systemen zu optimieren, indem die Informationen im sogenannten Enterprise Service Bus ESB gebündelt werden“, beschreibt er. „Der ESB als Schnittstelle ist so intelligent, dass er dem User tatsächlich nur die Daten zur Verfügung stellt, die er benötigt. Sie erscheinen für ihn auf einer Benutzeroberfläche, während die
Hintergrundprozesse autonom weiterlaufen. Entscheidend ist dabei die Kompatibilität der einzelnen Systeme mit dem ESB. Unser langfristiges Ziel ist es, dies so umzusetzen!“ Bereits jetzt können Servicemonteure bei ihrem Einsatz auf eine App zugreifen, in der die grundlegenden Anwendungen integriert sind. Den verschiedenen Parteien wie Leitwarte und Kunde werden wertvolle Echtzeit-Informationen zur Verfügung gestellt.

Software Offshore-Leitwarte
Ähnlich agiert auch die Deutsche Windtechnik-Tochter „OutSmart“ beim Management von Offshore-Windparks. Über Schnittstellen der Leitwarten-Software werden die Grundfunktionen der Anlagen überwacht und gesteuert. Das ECDIS (Electronic Chart Display and Information System) stellt darüber hinaus Schiffe und Hubschrauber im und um den Windpark dar. Für die Planung und Nachverfolgungen von Arbeiten sowie Sicherstellung der Zertifikatslage wird mit einem ausgereiften „Permit To Work“-System gearbeitet. Ein tieferer Eingriff in die Anlage für spätere Aufgaben ist nur eine Frage der Rechte in der Schnittstelle. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass eine kurzfristige Gesamtlösung noch in weiter Ferne liegt. Vorerst muss jedes Unternehmen individuell den für sich besten Weg finden. Wie dieser aussieht, ist und bleibt diskussionswürdig.

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