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29.11.2017 Next Stop USA!

Herstellerunabhängige Instandhaltung nimmt weltweit weiter an Fahrt auf: Nach Aufbau ihres europäischen Servicenetzes nutzt die Deutsche Windtechnik nun ihren Wissensvorsprung und gründet in Nordamerika. Melf Lorenzen, zukünftiger Geschäftsführer, gibt Einblicke vor Ort:

Was macht den US-Markt für die Deutsche Windtechnik so spannend?
Der US-Markt bietet mit 88 GW installierter Anlagenkapazität – davon etwa die Hälfte an Turbinen, die wir als Multibrandspezialist technisch tiefgehend und umfassend beherrschen – sehr viel Potenzial. Nach der Akquisition von UpWind und Availon durch den Hersteller Vestas gibt es bis dato keinen unabhängigen Instandhalter mit der Kompetenz für Vollwartung mehr. Hier können wir unsere Qualitäten als international erfahrener ISP voll einbringen.

Gibt es Parallelen zum europäischen Markt?
Auch wenn wir in den USA mit ganz neuen Größendimensionen konfrontiert sind, zeigten sich doch interessante Analogien: Die Anforderungen an Arbeitssicherheit, -prozesse und regulatorische Vorgaben ähneln in nicht wenigen Punkten den HSE-Richtlinien in UK. Die Intensität des Wettbewerbs wiederum ist aufgrund einer konzentrierteren Betreiberstruktur eher mit der in Spanien zu vergleichen. Auch die O&M-Organisationsstruktur weist viele Parallelen zu unseren Einheiten in Spanien und UK auf.

Wie sieht der Start konkret aus?
Unsere Gesellschaft ist bereits in Houston, Texas, gegründet. Ab Januar werden wir dort auch geschäftlich aktiv werden. Unser Leistungsspektrum wird den vollumfänglichen Anlagenservicebeinhalten – von der Spezialdisziplin bis zum Full Scope. Wir sehen großes Potenzial für Inspektionen, Reparaturen von Großkomponenten und Lösungen zur Anlagenfernsteuerung.

Und welche Ziele bestehen mittelfristig?
Wir haben uns das klare Ziel gesetzt, innerhalb von drei bis fünf Jahren zu einer festen Größe innerhalb der US-Windindustrie zu reifen, mit signifikanter Größe und Reputation. Ferner sehen wir diesen Schritt auch als Sprungbrett für den Eintritt in weitere interessante Märkte wie bspw. Kanada oder Länder aus Latein- und Südamerika. Engineering-Qualität aus Deutschland hat weltweit einen hohen Stellenwert, das gilt auch für den amerikanischen Markt.

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