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29.11.2017 Mehr Transparenz am Markt - Wissenstransfer als Grundlage für wettbewerbsfähigen Service

Kompetenz  ist in aller Munde. Man wird kaum ein zukunftsfähig aufgestelltes Unternehmen finden, das nicht „Kompetenz“ für sich beansprucht, ist sie doch wesentliche Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg. Doch welche Fähigkeiten sind damit genau verbunden? Und welche Kompetenzen müssen abrufbar sein, wenn es darum geht, einen rentablen Betrieb von Windenergieanlagen zu garantieren?

Ein Füllhorn tut sich auf: Sei es Fach-, Methoden-, aber auch Sozial- und Persönlichkeitskompetenz – all diese Fähigkeiten bringen die Mitarbeiter als Kompetenzträger in das Unternehmen ein und bereiten den Nährboden für ein gesundes Wachstum. Dies ist auch im internationalen Servicemarkt ausschlaggebend: Individuelles Know-how und der aktive Umgang mit den spezifischen Anlagentechnologien bildet die Kernkompetenz und entscheidet über den Wettbewerb. Dazu gehören auch detaillierte Kenntnisse über nationale Märkte, wie z.B. technische Besonderheiten, Normen, Regularien, sozio-kulturelle Unterschiede usw. Aber auch Methodenkompetenzen finden ihre Anwendung in allen Bereichen, wie z.B. F&E, Reporting, Dokumentation oder Datenanalysen.

Kompetenzzentren für Anlagentechnik
Um die vorhandenen Kenntnisse im Unternehmen aber auch im Markt verfügbar zu machen, muss eine Kultur der Transparenz und interdisziplinären Kommunikation auf verschiedenen Ebenen gelebt werden. Dies kann z.B. durch die Bündelung von Wissen in sogenannten „Kompetenzzentren“ innerhalb der Unternehmen organisiert und gefördert werden. So haben in international tätigen Unternehmen wie der Deutschen Windtechnik einzelne Einheiten und Ländergesellschaften bestimmte Kenntnisse erarbeitet, von denen das gesamte Unternehmen profitiert. Der Austausch über diese Spezialkompetenzen treibt Innovationen voran und ist zugleich Voraussetzung und Motor für die fortschreitende Internationalisierung der Deutschen Windtechnik.

Dreh- und Angelpunkt für den Wissenstransfer der Deutschen Windtechnik sind die Kompetenzzentren für Anlagentechnik in Deutschland. Hier arbeiten unsere Experten für die Technik der Hersteller Siemens, Vestas, Nordex, Senvion und Fuhrländer im täglichen Austausch mit den internationalen Kollegen. Auch Forschungs- und Entwicklungsprojekte werden mehrheitlich von hier aus im internationalen Austausch initiiert. Interne Aus- und Weiterbildungen finden täglich im neuen Training Center für Anlagentechnik in Viöl statt, das aber auch Betreibern und Betriebsführern für ihre fachliche Weiterbildung offen steht.

Information für Betreiber zugängig machen
Unser transparenter Ansatz steht im Gegensatz zum Verhalten vieler Hersteller. Zwar wenden sich diese momentan wieder klar dem Servicegeschäft zu. In der Praxis ergreift die Mehrheit jedoch Maßnahmen, um den Zugang zum Fachwissen für Servicetätigkeiten durch Externe eher zu verhindern. Der Kunde  bekommt zumeist keine ausreichende technische Dokumentation. Und in Kaufverträgen werden teilweise Passagen aufgenommen, in denen Anspruch und Nutzung von Softwareprodukten limitiert oder exklusiv beim Hersteller gelassen wird. Ein Gebaren, das zu Recht bereits in anderen Branchen rechtlich gerügt wird. Eigentlich muss der Hersteller seinen Kunden mit dem nötigen Wissen ausstatten, dass dieser seinen Pflichten als Betreiber nachkommen und einen reibungslosen und vor allem sicheren Betrieb gewährleisten kann. Möge sich die Erkenntnis für die Vorteile eines fairen und – durchaus sportlich gemeinten – auch harten Wettbewerbs durchsetzen.

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