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08.09.2017 Instandhaltung auf dem Weg in die Zukunft

Wer kennt das nicht: Von liebgewonnen Dingen trennt man sich gelegentlich sehr ungern. Das ist auch gar nicht schlimm. Unterm Strich hat sich aber bewährt, an möglichst vielen Stellen aufgeschlossen für Veränderungen zu bleiben, auch ungewöhnliche Ideen zu verfolgen und neue Chancen zu nutzen. Das gilt auch für die heutigen großen digitalen Erneuerungspotenziale bei der Instandhaltung von Windenergieanlagen (WEA).

Visionäre vor – Instandhaltung 4.0
Wie könnte eine Vision für die Instandhaltung der Zukunft aussehen? Eine mit diversen Sensoren überwachte vollautomatisierte Windenergieanlage? Intelligente Software würde alle Wetterdaten, Vertrags- und Qualifikationsanforderungen sowie weitere ausgewählte Parameter nach Sinnhaftigkeit zusammenführen und den optimalen Termin für die anstehende Wartung oder Reparatur berechnen. Auch die komplette Einsatzplanung und ein „Just-in-Time“-Ersatzteilmanagement werden vollautomatisiert abgewickelt. Da die Teile sofort mit Werkzeugen punktgenau an die Anlage gebracht werden, entfällt die Lagerhaltung. Und die Monteure? Sie fliegen mit kleinen schnellen „Elektrokoptern“ zu den Anlagen. Der gesamte Prozess wird automatisch dokumentiert, ist in allen Bereichen jederzeit abrufbar, wahlweise auch als Video. Rechnungslegung, Prüfung und Bezahlung werden mit automatisierter Software geregelt.

Die Realität bildet den Status-Quo
Zugegeben, soweit ist es längst noch nicht. Und dennoch: Die durch die Digitalisierung hervorgerufenen Veränderungen sind in vollem Gange – auch bei der Deutschen Windtechnik. Unsere digitale Welt beinhaltet z.B. folgende Anwendungen:
Aus- und Weiterbildung sowie Qualifikation finden mit E-Learning-Modulen statt.

  • Unsere Monteure arbeiten mit mobilen Lösungen vor Ort. Die erfassten Dokumente und Fotos können sofort bearbeitet und/oder mit dem Kunden geteilt werden.
  • Offshore: Der Kunde kann digital den Einsatzort, Art und Status der Arbeiten verfolgen.
  • Datenfernüberwachung: Softwaresysteme lesen aus Algorithmen abgeleitete Trends in der Anlagenperformance ab. Das wird unterstützt von den CMS-Anbietern.
  • Zertifikatsmanagement, Gefahrstoffkataster u.v.m. sind digital angelegt und können mit dem Kunden über Schnittstellen geteilt werden.
  • RFID-Technologie ermöglicht die automatisierte Erkennung, Bearbeitung und Dokumentation von Komponenten und Werkzeugen.
  • Digitales Bewerbungsmanagement u.v.m.


Offenheit als Grundlage für Veränderung
Bringen die Visionäre ihre Ideen voran, entscheiden in den meisten Fällen doch die oftmals ökonomisch getriebenen Nutzer über den Durchbruch einer Neuerung: Erst wenn sich herausstellt, dass die Einführung eines Systems zu einer Produktivitätssteigerung führt, hat es echte Marktchancen. So sind viele Projekte auf dem Weg, aber zahlreiche Herausforderungen liegen auch noch vor uns und der gesamten Brache. Dazu gehören auch einfache Projekte wie IT-Schnittstellen zu den WEA (z.B. OPC) oder standardisierte Kennzeichnungen (z.B. RDSPP). Unser heutiges Handeln wäre vor 15 Jahren nicht vorstellbar gewesen. Genauso wenig wie rentable WEA mit 10 MW nur für wenige Visionäre erreichbar erschienen. Die grundsätzliche Offenheit aller Akteure bleibt ein wesentlicher Schlüssel, damit die Entwicklung auch in dieser Geschwindigkeit beibehalten werden kann.

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